Erstmal vielen vielen Dank für eure tollen Reviews und Mails.
Und jetzt wünschen wir euch viel Spaß mit dem 2. Kap
eure Twilightsisters
„In welches Hotel sollen wir uns niederlassen?“, fragte Renée und sah aus dem Beifahrerfenster.
Fast so, als wollte die Stadt sie nicht hier haben, Regnete es so stark, dass Isabella mit Verdeck fahren musste.
„Wie wäre es mit dem hier?“, fragte ihre Tochter und deutete auf ein Luxushotel.
Renée sah zum Hotel und dann wieder zu Isabella.
„Du bist verrückt. Im Trump Hotel werden wir sofort auffallen, es ist zu Exklusiv.“, rief sie aufgebracht.
Isabella sah dies ganz anders.
Sie löste den Sicherheitsgurt und stieg aus.
„Genau das Richtige Hotel für mich“, sagte sie dabei.
Ihre Mutter konnte nur ihr Hinterher gehen und dafür sorgen, dass sie wenigstens ein ordentliches Zimmer bekamen.
Warum nur hatte ihre Tochter den Hang zum Luxus?
Lag es an dem Internat, auf welches sie Isabella geschickt hatte?
Isabella betrat gerade die Halle, als ihre Mutter sie einholte.
Der Page an der Tür sah den beiden Frauen hinterher und vergaß dabei den Hund, den er ausführen sollte.
Der kleine Chihuahua riss sich los und lief hinter den Frauen her.
Renée und Isabella bemerkten den Hund nicht.
Sie tuschelten miteinander und überlegten, wie sie am günstigsten an ein Zimmer kämen.
„Dann also die Stolper Methode“, sagte Isabella und seufzte theatralisch.
„Fall dieses Mal aber nicht wieder so künstlich. Wir wären in Dallas fast damit aufgeflogen“, belehrte ihre Mutter sie.
Die Augenverdrehend wollte Isabella gerade dazu ansetzen, als der Hund zwischen ihre Beine lief und sie so streifte, dass sie ihr Gleichgewicht verlor.
Isabella stieß einen Schrei aus und fiel.
Der Hund jaulte auf und versuchte der fallenden Frau auszuweichen, was ihm auch knapp gelang.
Isabella keuchte, als sie auf den edlen Boden knallte und hielt sich ihr Kinn.
„Oh Gott“, rief Renée aus und ließ sich neben ihre Tochter fallen.
„Kind, hast du dir Wehgetan?“, fragte sie aufgeregt und vor allem laut.
Der Page und einige andere des Hotelpersonals kamen herbei geeilt um zu helfen oder um einfach zu schauen, was passiert war.
„Sind Sie verletzt?“, fragte der Mann von der Rezeption mit leichtem Nasaler Stimme.
„Sie sehen doch, dass meine Tochter schwer gestürzt ist. Und das nur, weil dieser Page zu unfähig war, um diesen Köter festzuhalten“, schrie Renée und der Chihuahua versteckte sich hinter einer Topfpflanze.
Fast so als wüsste er genau, dass er irgendetwas angestellt hätte.
„Dabei haben wir extra dieses Hotel gewählt, weil man uns den exzellenten Service angepriesen hat“, zeterte die Frau weiter.
Dies waren die Zauberworte in den Ohren des Personals.
Sofort kümmerten sich alle um die Augenscheinlich Verletzte.
Die musste sich das Grinsen verkneifen.
Auch wenn der Sturz nicht geplant gewesen war, hatte sie sich nicht weh getan – jedenfalls nicht ernsthaft.
Aber nun hatte sie eine Rolle zu spielen.
„Aua“, jammerte sie und hielt sich den Kopf.
Wenig später waren die Frauen und der Hotelmanager in einer der kleineren Suiten.
„Ich kann mich nur noch einmal Entschuldigen, Mrs Metrovka und Miss Metrovka. Ich weiß nicht, wie es passieren konnte“, stammelte der Manager.
„Wie was passieren konnte? Der Unfall meiner Tochter, oder, dass man unsere Reservierung verloren hat?“, fragte Renée spitz.
Isabella drehte sich ihm Bett ein wenig herum und stöhnte auf, als ihr Kopf das Kissen berührte.
„Shh, Butterblümchen. Alles wird wieder gut“, gurrte ihre Mutter, was Isabella beinahe zum Lachen gebrachte.
Der Manager knetete verlegen seine Hände und Schweiß rann an seinen Wangen herab.
„Ich hoffe mein Team und auch ich werden es schaffen, Sie bestmöglich für diese Unannehmlichkeiten zu Entschädigen“, versicherte den Frauen.
Isabella stöhnte gespielt auf.
Ihr war es zu langweilig untätig im Bett rumzuliegen und den dummen Entschuldigungen dieses komischen Managers anzuhören.
Viel Zeit hatten sie auch nicht mehr ein geeignetes Opfer zu finden, zu verführen, zu heiraten und sich wieder gewinnbringend scheiden zu lassen.
„Sie sehen doch, meine Tochter braucht Ruhe.“, sagte Renée und strich die Bettdecke glatt.
„Natürlich. Aber zögern Sie nicht, den Zimmerservice zu rufen, sollten Sie irgendetwas brauchen“, versicherte der Manager.
Renée nickte und geleitete den Hotelmanager zur Tür.
Sobald dieser draußen war, sprang Isabella aus dem Bett.
„Endlich. Ich dachte schon, er wollte hier überwintern“, sagte sie und trat vor den Spiegel im Salon der Suite.
Skeptisch betrachtete sie sich und suchte nach Anzeichen von blauen Flecken und anderen Makeln.
„Hat doch sehr gut geklappt“, sagte sie und drehte sich zu ihrer Mutter um.
„Wir hatten Glück, dass dieses Flohtaxi dir geholfen hat authentisch zu fallen“, meinte diese.
„Ich hätte auch ohne dieses Tier geschafft“, stellte Isabella klar und ließ sich fallen.
Renée sah Augenverdrehend an die Decke und schüttelte den Kopf.
„Du musst noch authentischer werden. Naja, durch den Hund haben wir es geschafft. Vielleicht sollten wir uns doch so ein Tier anschaffen. Es würde einiges erleichtern“, sagte sie.
Isabella richtete sich wieder auf und warf ihrer Mutter Blicke zu, die nicht gerade freundlich gesonnen waren.
„Hör auf mich mit deinen Augen zu erdolchen und wirf lieber deinen Laptop an und hilf mir herauszufinden wo und wer hier in Chicago lebt, der uns den Arsch retten könnte“, erklärte Renée.
Am nächsten Tag schafften es Isabella und Renée ungesehen das Hotel zu verlassen, ohne dass jemand vom Hotelpersonal es zu bemerken.
Isabella dirigierte ihre Mutter zur Villengegend von Chicago.
Auf ihrem Schoß lagen mehrere lose Blätter auf denen Namen und andere Informationen über die potenziellen Opfer standen.
Das erste Haus vor dem sie hielten war ein bescheidenes altes Herrenhaus, welches zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut worden war.
Im Garten vor dem Haus spielten ein Mann mittleren Alters zusammen mit einer älteren Frau Federball.
„Mike Newton, der dritte. 36 Jahre alt, Erbe einer Kette von Geschäften, die Wanderausrüstung verkaufen. Gerüchten zur folge noch Jungfrau“, las Isabella ab.
„Wer ist die Frau?“, wollte Renée wissen.
Sie hatte bei diesem Newton schon jetzt kein gutes Gefühl.
„Seine Mutter Karen Newton“, antwortete ihre Tochter.
Renée sah es bestätigt, dass dieser Newton nicht in der Zeit zu knacken war.
Seine Mama würde sicher die angehende Schwiegertochter auf Herz und Nieren prüfen.
In der Zeit, die ihnen blieb nicht zu schaffen.
Dies sah Isabella mit anderen Augen.
Dieser Newton sah nicht so aus, als wäre er bei gutaussehenden, sexy Frauen beliebt.
Es würde ein Klacks sein, ihn um den kleinen Finger zu wickeln und die Alte Schachtel ins Altenheim zu bringen.
„Nein, zu schwierig“, sagte Renée laut.
„Aber wir können ihn knacken“, maulte Isabella.
„Und Schwiegermama nimmt uns mit offenen Armen in die Familie aus“, sagte ihre Mutter sarkastisch.
Ihre Tochter stöhnte und senkte den Kopf, aber sie würde Mike Newton im Hinterkopf behalten.
Sicher würde sie auch alleine schaffen diesen Mann um ihren kleinen Finger zu wickeln.
Renée gab ein wenig Gas und rollte zu einem weiteren Prachtbau.
Dieser war allerdings ein moderner Bau mit einem Pool vor dem Haus.
Dort tummelten sich einige Bikini Mädchen und ein junger Mann.
„Tyler Crowley, 26 Jahre alt, jung Unternehmer, bekannt für seine Ausschweifenden Poolpartys“, las Isabella ab.
Ihr Blick glitt anerkennend über das Anwesen.
Das war genau ihr Stil.
Irgendwann wollte sie auch so eine Villa haben.
„Das sieht nach reichlich Konkurrenz aus“, stellte Renée fest.
„Da müssten wir mit härteren Mitteln ran“, meinte ihre Tochter.
Renée drehte sich zu ihrer Tochter und schüttelte den Kopf.
„Ein flotter Dreier“, murmelte sie.
Doch dann beobachteten die beiden Frauen, wie Tyler Crowley mit sechs Frauen im Haus verschwand.
„Ne, danke“, sagte Isabella und strich den Namen des Jungunternehmers durch.
Mehrfach sogar.
Zwei Stunden später erreichten sie ein riesiges Haus, welches beängstigend aussah.
Ein Richtiges Spuckhaus, schoss es Renée durch den Kopf.
Bevor Isabella jedoch die Informationen vorlesen konnte, kam ein alter Mann aus dem Haus.
Hustend und keuchend schleppte er sich zu einem alten Aston Martin DB4.
Noch bevor er in den Wagen einstieg, entzündete er eine Zigarette und hustete nach dem ersten Zug heftig.
Renée warf ihrer Tochter einen Blick zu, der ihr vermitteln sollte ‚So sieht deine Zukunft aus, wenn du weiter rauchst‘.
Die junge Frau ließ sich nicht beirren.
Sie war 21 Jahre alt und sie wusste genau, was gut für sie war und was nicht.
„Aro Volturi, 72 Jahre alt, Inhaber der Volturi Inc., er macht jeden Tag mehrere Millionen“, las Isabella vor.
Renée lächelte leicht.
Dies würde ein leichtes Spiel werden.
„Wenn wir Glück haben, ist bei ihm mehr zu holen, als nur eine kleine Scheidungssumme“, sagte die Mutter.
Aber wohl war ihr nicht zumute diesen röchelnden Raucher verführen zu müssen.
„Das hieße, falls er bald den Löffel abgibt, muss ich das da nicht küssen?“, fragte Isabella.
Mit ihrer Hand deutete sie verdeckt auf den alten Mann.
„Ich werde ihn viele male küssen müssen. Aber wenn wir Glück haben stirbt er noch in der Hochzeitsnacht“, erwiderte ihre Mutter tonlos.
Isabella hatte aber Mike Newton noch nicht vergessen.
„Ich finde trotzdem, wir sollten es mit Mike Newton machen“, murrte sie.
Renée Schüttelte nur den Kopf.
„Unser nächstes Opfer heißt Aro Volturi“
Am nächsten Abend.
Isabella lag auf dem Bett und versuchte etwas über den Lebensstil von Mike Newton heraus zu finden.
Ihre Mutter machte sich derweil für eine Auktion zurecht, die Aro Volturi auch besuchen wollte.
Die Information hatten sie von der geschwätzigen Postbotin erfahren.
Sie trug ein schwarzes Cocktailkleid und eine Kunstpelzstola um die Schultern.
Wertvoll aussehnender Schmuck rundete das Bild ab.
Ihre braunen Haare verbarg sie unter einer schwarzen Perücke, die mit roten Strähnen durchzogen war, verbarg.
Nach einem letzten prüfenden im Spiegel verließ sie zufrieden das Badezimmer.
„Kann ich so gehen?“, fragte Renée mit Russischen Dialekt und trat dabei in das Schlafzimmer.
Isabella sah auf und lächelte.
„Du bist wunderschön. Dieser Aro wird dir nicht widerstehen können“, sagte Isabella.
„Hoffentlich. Also denk daran, dass du pünktlich um 23 Uhr alles fertig hast. Sobald ich dich anrufe, rollst du das Nadelbrett aus und denk daran, dass du es wieder versteckt, sobald er über es gefahren ist“, erklärte ihre Mutter erneut.
Isabella verdrehte die Augen.
Sie hatten den Plan schon dutzende Male erörtert.
Natürlich wusste sie, was sie zu tun hatte.
Mein Gott, es war nicht das erste Ding, das sie drehten.
Die junge Frau seufzte und setzte sich auf.
Sobald ihre Mutter aus dem Hotelzimmer war, würde sie sich fertig machen und dann Mike Newton auflauern.
„Ich gehe dann“, sagte Renée und nahm ihre Handtasche.
„Ok“, erwiderte Isabella.
Renée warf ihrer Tochter einen misstrauischen Blick zu,
Irgendetwas in ihr sagte ihr, dass Isabella etwas vor hatte, aber vielleicht täuschte sie sich auch nur.
Sie schloss die Tür und ließ sich dann den BMW vorfahren.
Isabella sprang derweil aus dem Bett.
Mit einem Satz war sie beim Kleiderschrank und zog ihr dunkelblaues Kleid heraus.
Knielang, nicht zu tief ausgeschnitten, aber auch nicht zu wenig.
Sie legte einen Finger an ihre Lippen und überlegte, welche Schuhe sie dazu anziehen sollte.
Und Dessous musste sie auch noch raussuchen.
An diesem Tag musste sie einfach Perfekt aussehen.
Daher nahm sie dann ihre blauen 15 Zentimeter High Heels und ihre ebenfalls blauen Seidendessous heraus.
Schnell duschte sie, schminkte sich und machte ihre Haare.
Schmuck würde sie nicht tragen.
Oder doch, die Ohrringe, die sie von ihrer Mutter zum letzten Geburtstag bekommen hatte.
Sie passten so gut zum Kleid.
Als sie in das Kleid schlüpfte, fühlte Isabella sich einfach nur Sexy.
Wenn sie Mike Newton dem dritten so nicht rum bekam, dann wusste sie nicht weiter.
Sie musste sich nun nur noch um ein geeignetes Auto kümmern, aber das würde kein größeres Problem sein.
Das Hotel hatte einen kleinen Fuhrpark und den passenden Schlüssel würde schon bekommen.
Beim Fuhrpark stand nur ein junger Mann der eindeutig Problemhaut hatte.
Isabella schritt zu ihm.
„Entschuldigung“, sagte sie und sah ihn unschuldig an.
Der Junge starrte Isabella an, als sei sie eine Erscheinung.
Er wurde rot und stotterte „Was kann ich für Sie tun?“
Isabella klimperte wieder mit ihren Wimpern und stellte sich näher an den Schlüsselkasten.
„Wo kann man hier einen Cocktail trinken gehen? Ich möchte nicht immerzu in der langweiligen Hotelbar sitzen, dort sind nur alte Männer und die Musik ist auch nicht wirklich berauschend“, sagte Isabella.
„Die Besten Cocktails der Stadt bekommt man in der Bar Twilight. Sie liegt direkt am Lake Michigan. Es ist eine Art Strandbar, die besonders gern von den jüngeren Leuten der Oberschicht besucht wird“, plapperte der Hotelangestellte.
Sein Blick lag auf dem Ausschnitt ihres Kleides.
Männer waren doch alle gleich, dachte Isabella und griff nach einem Schlüssel.
Der Angestellte merkte nichts.
„Und kannst du mir auch die genaue Adresse sagen?“, fragte sie und strich mit einem Finger ihrer freien Hand über seine Uniform.
Wieder Schluckte er.
„South Lynn White Drive. Direkt beim Charter One Pavilion (AN: Eine Konzerthalle in Chicago)“ , stotterte er.
„Danke“, sagte die junge Frau und wandte sich zum gehen.
Im diesem Augenblick rief ein anderer Hotelangestellter „Dean, komm rein, die Ablöse kommt“
Meine Chance, dachte Isabella und zwinkerte Dean zu.
Der stolperte dann mehr schlecht als recht zum Hinterausgang.
Mit einem Lächeln warf Isabella die Autoschlüssel in die Luft und ging dann zu den Wagen.
Sie betätigte den Knopf und ein Wagen weiter hinten leuchtete auf.
Je näher sie kam, umso begeisterter war sie.
Es war ein blauer Porsche.
Das perfekte Auto zu ihrem Outfit.
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